Wegsperren und/oder resozialisieren? Straf- und Maßregelvollzug in der Diskussion

11. und 12. November 2017 im Zentrum für Psychiatrie Reichenau am Bodensee

 

Was tun mit Menschen, die das Recht brechen, sich sozialschädlich verhalten, gewalttätig sind, sich an keine Regel halten wollen, anderen in die Tasche greifen, ohne „Stoff“ nicht mehr leben können? Was tun mit denen, die einfach immer wieder „durchknallen“, voller „krimineller Energie“ sind oder nichts anderes gelernt haben, als das Leben mit „krummen Touren“ und auf Kosten anderer zu meistern? Unsere Herbsttagung 2017 will sich diesen Fragen stellen, und zwar an einem Ort, wo psychisch kranke Rechtsbrecher untergebracht sind und der Versuch gemacht wird, sie wieder sozial zu integrieren. Die Rede ist vom Maßregelvollzug in der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie im Zentrum für Psychiatrie Reichenau am Bodensee.

Diese Klinik ist Kooperationspartnerin und zugleich Ort unserer Herbsttagung 2017. Thematisch geht es bei dieser Tagung sowohl um den Strafvollzug als auch um den Maßregelvollzug (bei psychisch kranken Rechtsbrechern). Das Zentrum für Psychiatrie Reichenau liegt am Rande von Konstanz, dort, wo der Damm zur Insel Reichenau seinen Ausgang hat.

Anknüpfend an die frühen Arbeiten Erich Fromms zur Strafjustiz soll die Tagung damit einen Blick ermöglichen in eine Welt, mit der die Gesellschaft möglichstnichts zu tun haben will: in die Gefängnisse und in die forensischen Abteilungen von Psychiatrien. Straf‐ und Maßregelvollzug werden ganz unterschiedlich eingeschätzt: Unterstützt von den Medien und der öffentlichen Meinung, wollen viele, dass Menschen, die das Recht brechen, weggesperrt werden, vor allem wegsperren, um sich selbst wieder sicher erleben zu können. Die Fachwelt muss allerdings der Erfahrung gerecht werden, dass das Wegsperren meist kontraproduktiv ist und zur weiteren Kriminalisierung der Betroffenen beiträgt. Deshalb müsse der Resozialisierungsgedanke handlungsleitend sein und den Straf‐ und Maßregelvollzug inhaltlich bestimmen.

Beide Aspekte sollen bei der Tagung beleuchtet werden: Das Bedürfnis, uns vor Rechtsbrechern zu schützen, aber auch die Chancen von Resozialisierung und Psychotherapie im Straf‐ und Maßregelvollzug zu nutzen.


Alle Details zur Tagung finden Sie im Programm-Flyer. Die Unterbringung kann dieses Mal nicht im Tagungshaus selbst realisiert werden und muss in Eigenregie gebucht werden. Unter „Pensionskosten“ finden Sie im Flyer Angaben zum dem Kloster Hegne angeschlossenen Hotel St. Elisabeth, in dem wir eine Kontingentreservierung für eine größere Anzahl verschiedener Zimmerkategorien vorgenommen haben. Bitte beziehen Sie sich bei Ihrer Buchung auf diese Reservierung. 

 

Wenn Sie sich für die Tagung verbindlich anmelden wollen, füllen Sie bitte das unten stehende Formular aus. Oder Sie laden die Anmeldekarte herunter und schicken Sie dann per Post oder Fax an Int. Erich-Fromm-Gesellschaft


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Wichtiger Hinweis: Übernachtung und Frühstück müssen in Eigenregie selbst gebucht werden! (Eine Empfehlung findet sich unter der Rubrik „Pensionskosten“ im Tagungsflyer.)